Jus Politicum, revue de droit politique.

Maurice Deslandres

Volksentscheid und Volksbegehren in der Schweiz (1894), mit einer Einleitung von Stéphane Schott

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Themen : Demokratie - Rechtsvergleichung - Verfassungsrecht - Verfassungsgeschichte - Volkseintscheid

Maurice Deslandres (1862-1941) war ein französischer Rechtswissenschaftler. Als Professor an der Juristischen Fakultät zu Dijon beschäftigte sich der künftige Dekan (1920-1926) seit Ende des 19. Jahrhunderts hauptsächlich mit Staats- und Verfassungsrecht. Der 1894 veröffentlichte Artikel über « Volksentscheid und Volksbegehren in der Schweiz » wurde zunächst mündlich vorgetragen, was sich in der geschriebenen Fassung deutlich widerspiegelt. Dieser Text gilt als die erste Veröffentlichung des Autors. Deslandres untersucht zuerst die Einführung des Volksentscheids und des Volksbegehrens in geschichtlicher Hinsicht. Er relativiert nämlich die klassische Beziehung – die heute noch oft angenommen wird – zwischen den « neuen » Verfahren direkter Demokratie und den traditionellen Formen demokratischer Regierung, wie zum Beispiel den Landsgemeinden. Der Autor bechreibt dann das Verfahren und die Praxis des Volksentscheids und des Volksbegehrens. Zuletzt stellt er die Argumente für und gegen Partizipation des Volkes an der Gesetzgebung dar. In dieser Perspektive ercheint der Vortrag also nicht nur als eine informative Behandlung über die Schweiz, sondern auch als ein Beitrag zur Debatte über die parlamentarische Demokratie und zur Kritik der französischen rein repräsentativen Dritten Republik.

Stéphane Schott, Dr. iur., Assistent an der Univertität Grenoble.

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